Prof. Dr. Fabian Bamberg
Prof. Dr. Fabian Bamberg © Universitätsklinikum Freiburg

Freiburger Radiologe in die Leopoldina aufgenommen

/ RT-Redaktion / Personalie

Prof. Dr. Fabian Bamberg, Mitglied der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg und Ärztlicher Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Freiburg, ist in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen worden. Die Urkundenübergabe erfolgte Ende Juni. Die Akademie würdigt damit seine Forschung zur modernen medizinischen Bildgebung. Seine Arbeiten helfen dabei, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Stoffwechselstörungen früher zu erkennen und Patienten gezielter zu behandeln.

„Die Aufnahme in die Leopoldina ist eine große Ehre und zugleich ein Ansporn, die medizinische Bildgebung weiter in Richtung präziser und personalisierter Diagnostik zu entwickeln“, so Bamberg. „Unser Ziel ist, moderne Schnittbildverfahren weiter zu verbessern und noch mehr verwertbare Informationen zu gewinnen, um damit Risiken besser einschätzen und Therapien genauer planen zu können.“

Prof. Dr. Lutz Hein, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg, sieht in Bambergs Aufnahme in die Leopoldina eine „herausragende Anerkennung seiner wissenschaftlichen Arbeit und zugleich ein starkes Signal für die Medizinforschung in Freiburg.“ Seine Forschung verbinde technologische Innovation mit klinischem Nutzen und zeige, wie moderne Bildgebung die Versorgung von Patienten verbessern könne.

Bildgebung für präzisere Medizin

Bamberg forscht zu nicht-invasiver Bildgebung, Künstlicher Intelligenz in der Radiologie, populationsbasierter Bildgebung und personalisierter Medizin. Ein Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung der Computertomografie (CT). Auch die Magnetresonanztomografie (MRT) ist ein Schwerpunkt seiner Forschung. In der Deutschen Nationalen Kohorte (NAKO) verantwortet Bamberg groß angelegte Ganzkörper-MRT-Untersuchungen. Diese Daten sollen helfen, frühe Krankheitszeichen und Risikofaktoren in der Bevölkerung besser zu erfassen.

Die Leopoldina wurde 1652 gegründet und zählt zu den ältesten Wissenschaftsakademien der Welt. Als Nationale Akademie der Wissenschaften berät sie Politik und Gesellschaft zu wissenschaftlichen Fragen. Die Wahl zum Mitglied gilt als hohe wissenschaftliche Auszeichnung.

Dieser Beitrag stammt aus dem Newsletter Radiologie im August 2026. Melden Sie sich hier kostenlos an, um keine News aus der Branche mehr zu verpassen!